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Ein kleiner Spaziergang

Vorletzte Woche war ich recht spontan wandern. Mit Sven, einem alten Freund, und Lisa und Esther, die ich dann erst kennenlernte. Gelaufen sind wir einen Teil des Eifelsteigs, inklusive einigen Abweichungen, der im Süden von Aachen beginnt und durch die Eifel bis Trier führt. Von den 15 vorgeschlagenen Etappen liefen wir ca. 5 1/2 in fünf Tagen.
Trotz völliger Bewegungslosigkeit der letzten Monate hatte ich abends meist nur Schmerzen an den Füßen, aber keinen Muskelkater, so dass ich am nächsten Tag nur die Blasen plattwandern musste, um mein Leiden zu lindern.
Hinterher wog ich meinen Rucksack, 14kg sagte die Waage. Plus 3 Liter Wasser, die aber ja über den Tag verschwanden. Die ersten zwei Tage hatte ich dann doch Druckschmerzen an den Schulterblättern, die aber dann fast gänzlich verschwanden.

Unsere Route:
Tag 1: Hamburg - Aachen (8 Stunden Zug u_u)
Tag 2: Aachen (Kornelimünster) - Roetgen (14km)
Tag 3: Roetgen - Monschau (17km)
Tag 4: Monschau - Rurberg (23km)
Tag 5: Rurberg - Gemünd (22km)
Tag 6: Gemünd - Nettersheim (28km)
Tag 7: Nettersheim - Hamburg (9 Stunden Zug)
Insgesamt also ca. 104km.

Aachen - Roetgen
Wetter ganz gut, da aber in Roetgen keine Jugendherberge war, fuhren wir abends mit dem Bus nach Monschau, wo wir in der Jugendherberge übernachteten. Monschau ist ein schickes Dorf, im Abendnebel wie aus einem alten Krimi entsprungen, und mit der Jugendherge in der Burg gelegen, durchaus einen Besuch wert.

Roetgen - Monschau
Mit dem Bus zurück nach Roetgen, um wieder ins schicke Dorf zu wandern. Nebelig, feucht, viel Wald und bisschen in Belgien hineinspaziert.

Monschau - Rurberg
Bisschen längere Route, plus Abweichung, um zur nächsten Jugendherberge zu kommen, die wir dann im Dunkeln nicht fanden, jedoch noch den Hügel von einem freundlichen Anwohner hinaufgefahren wurden. Zwischendurch sogar mal Eis auf der Route, wo wir halb hinuntergerutscht sind.

Rurberg - Gemünd
Sehr schöner Morgennebel, viel Sonne, bisschen mehr Steigung. Auf einem Berg durch ein nach dem zweiten Weltkrieg für Militärübungen geräumtes Dorf gekommen. Gleichzeitig traurig, dann aber doch Battlefield-Feeling.

Gemünd - Nettersheim
Längste Route bisher, da wir ca. 1 1/2 der vorgegeben Strecke liefen. Sehr nebelig, verliefen uns sogar mal um ein paar Meter und abends humpelte ich herum.

Insgesamt hats mir viel Spaß gemacht, vielen Dank an euch Drei, dass ihr mich mitnahmt!
Außerdem hab ich endlich mal realistische Vorstellungen, wieviel ich am Tag mit wieviel Gepäck so laufen kann. Habe da nämlich noch andere Pläne, die ich gern mal umsetzen würde.

Singapur

So. Es ist Samstag Nacht und ich sitze zu Hause herum. Gelegenheit, ein paar Dinge aus dem letzten Jahr loszuwerden.

Ich war ja im Oktober mal wieder in Japan, mit meiner Schwester meine Mutter besuchen. Bei der Gelegenheit machten wir so eine Japanertour nach Singapur mit, für drei Tage, halb Freizeit, halb im Bus herumkutschiert werden und Dinge ansehen, die mich gar nicht interessieren.
Leider lief es tatsächlich so ab, dass wir viel im Bus von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit verfrachtet wurden, da immer 15 Minuten oder so Zeit hatten, um dann weiterzureisen. Essen taten wir dann auch zur Hälfte in vorgebuchten Restaurants.
Zwischendurch hatten wir kurz Zeit, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Da bin ich durch das Araberviertel, das indische, sowie das chinesische Viertel gelaufen. Dort gab es dann auch viel spannendere Dinge zu essen, viele kleine Stände, Menschen, Durcheinander. Aber da war ich auch zu müde, um noch viel zu unternehmen. Leider von diesen Ausflügen auch gar keine Fotos. :/

Ja, Singapur. Das erste Mal, dass ich dort war. Ganzjährig heiß, schwül, sehr moderne Innenstadt mit vielen teueren Brandläden, riesige Einkaufspassagen, junge shoppende Menschen. Im Gegensatz dazu aber auch verschieden Stadtteile mit Immigranten, ein buntes Kulturengemisch, Chinesen, Inder, Araber, Amerikaner. Und dazu die Touristen. Obendrein Strafen für alles. Öffentliches Rauchen $500 (1 Singapur-Dollar = 0,61 Euro). Essen und Trinken in öffentlichen Verkehrsmitteln $500. Vögel füttern $1000. Spucken $500. Müll auf die Straße werfen und Kaugummi kauen $1000. Und und und.
Naja, spannend. Würde ich wieder mal hin.

Deshalb hier ganz viele unpersönliche Urlaubsfotos mit nicht einmal anderen Menschen drauf.
Na gut, meine Schwester zwischendrin. Ganz ungefragt.
Und auch alles durcheinander. Mit zu sehen sind die Sicht auf Singapur vom Riesenrad, Orchard Road und Universal Studios Singapur (Freizeitpark).

Vielleicht komme ich demnächst auch mal wieder dazu, ein paar Japanfotos hochzuladen.

Osterwochenende in Greetsiel

Connection error! Das war das, was mich Internetjunkie dort erwartete.

Aber abgesehen davon waren es ein paar schöne Tage bei meinen Großeltern, im Zipfel von Ostfriesland, wo man übers Meer schon Holland sehen kann. Das Wetter war klasse, viel Sonne, gar nicht so typisch April, und damit aber auch leider viele Touristen in dem kleinen Dörfchen, das sich in den letzten Jahren zu einer Touristenattraktion hinaufgearbeitet hat.

Im Gedächtnis sind mir noch ganz schwache Erinnerungen geblieben, wie es einst ein Fischerdörfchen war, keine Souvenirläden, sondern ein Hafen mit aktiven Fischkuttern, ein Dorf, das nicht vom Tourismus lebte.
Das Dorf hätt ich gern wieder.

Naja, ich hab nicht viel gemacht, etwas herumspaziert, Fahrrad gefahren, endlich mal von meiner Oma Biersuppe kochen lassen (ja, eine süße Suppe mit Bier drin, habe mir das Rezept gemerkt, lecker) und die Sonne genossen.

Dabei entstanden sind ein paar Bilder, u.a. vom Pilsumer Leuchtturm, den Ihr vielleicht aus Otto-Filmen kennt.

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Etwas Spanien

Hallo liebe Leser, ich war neulich in Spanien.
Also, genauer gesagt, Barcelona. Für ein Wochenende.
Grund war, mein Vater interessiert sich für Spanisch, lernt es, und ist im Moment für 1 1/2 Wochen dort, um u.a. mit einem Sprachkurs etwas besser sprechen zu lernen. Dies plante er seit vor Weihnachten, wo ich kommentierte, dass ich ihn doch vielleicht für ein Wochenende besuchen würde. Zu Weihnachten bekam ich dann ein Flugticket.

Also war ich ein Wochenende in Barcelona. Wo man übrigens mehr Katalanisch spricht als Spanisch, was mir egal war, aber meinem Vater etwas zu schaffen machte.
Haben normales Touri-Zeug gemacht, wie Gaudi-Gebäude angaffen, im Picasso-Museum gelangweilt auf der Bank sitzen, oder Sangria und Paella auf der Touristenmeile zu konsumieren.

Ich fands schön. Es war warm, sonnig, und Barcelona hat sehr viele schöne verschlungene Gassen. Sowas mag ich. Natürlich ist es eine Touristenstadt. Viele Touristen, viele, die daran verdienen wollen.
Naja, gegessen hab ich so ein bisschen Krams, war ganz okay. Die Sagrada Familia fand ich von Innen doch ganz beeindruckend. Und dann hab ich im Supermarkt dies entdeckte:

Nina bot mir an, die zu basteln, also nahm ich was mit und werde wohl demnächst Kuchenkrams machen.

Also, insgesamt schön. Wäre auch nicht abgeneigt, wieder nach Spanien zu reisen, vielleicht auch mal etwas länger.

Hier wieder Fotos, die ich machte. Alles so schlechtes Touristenkrams, benutze meinen Blog mal wieder nur zum Loswerden.

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Neulich in Japan…

Ich war neulich in Japan. Wer nun aber Unglückskram erwartet, der braucht nicht großartig weiterlesen. Denn zum Zeit des großen Erdbebens/Tsunamis war ich so weit weg, wie man noch in Japan hätte sein können, nämlich hier:

Ich habe vom Beben selbst nichts gespürt, es wurde natürlich wegen dem Tsunami Panik gemacht und da wir (meine Mutter, Schwester und ich) uns gerade auf einer langen Küstenstraße befanden, schaute ich etwas beunruhigt aufs Meer hinaus.
Letztendlich kam dann irgendwann eine 20cm hohe Tsunamiwelle an, die wir beim Essen im Fernsehen beobachteten.

Ich verfolge seitdem die Nachrichten im TV, Internet und Radio, wir sind zwei Tage darauf wieder nach Tokio geflogen und da mein Vater uns so schnell wie möglich wieder in Deutschland haben wollte, sind meine Schwester und ich tags darauf nach Osaka gefahren und nach einer Nacht dort wieder nach Deutschland geflogen.

Meine Mutter und Großeltern sind noch in Tokio, weitere Verwandten sind noch etwas nördlich, aber denen gehts bisher allen gut.

Aber davon sollte dieser Eintrag nicht handeln, denn Ihr seid ja bestimmt bestens darüber informiert, falls Euch das interessiert.
Dennoch, hier wird sich im Moment sehr auf das Kraftwerk konzentriert, bei dem die Lage schlimm zu sein scheint, aber im Norden Japans herrschen immer noch teilweise katastrophale Zustände, viele Menschen haben ihr Zuhause verloren und wohnen in Notunterkünften, müssen gegen die Kälte kämpfen, teilweise werden jetzt erst Verbindung zu entlegenen Dörfern hergestellt, die Zahl der gefundenen Leichen steigen immer noch täglich und es gibt immer noch täglich mehrere starke Nachbeben.
Will eigentlich nur eben noch drauf aufmerksam machen, weil mir das wichtig ist. Und falls Ihr etwas Kleingeld spenden wollt, es gibt viele Organisationen dafür, Ihr könnt per Überweisung/Bankeinzug oder auch Paypal spenden.

So. Was ich eigentlich wollte.
Ich war letztendlich nur knapp eine Woche dort und habe auch nicht wirklich viel dort gemacht. Bin u.a. das erste Mal in Japan Auto gefahren, auf der linken Straßenseite, was erstaunlich gut ging.
Dann war ich auf Okinawa, einer Insel südlich von Japan, die seit Ende des 19ten Jahrhunderts zu Japan gehört, nach dem zweiten Weltkrieg US-Stützpunkt wurde und seit einigen Jahren wieder zu Japan gehört.

Dort machte ich ein paar Fotos. Unter anderem viel zu viele im Aquarium,  die nur ein paar Fische zeigen, aber die gammeln nun seitdem auf der Platte herum, weswegen ich die hier eben loswerden möchte. Nach dem Erdbeben machte ich so gut wie keine mehr.

Hier die Flickr-Galerie, wo ich zu vielen Fotos noch eine Kleinigkeit druntergeschrieben habe:
Flickr-Galerie

Ansonsten, hier eine kleine Auswahl an Fotos von meinem Japanaufenthalt.